A K T U E L L E S 

TMA 2018
Wir bilden
Tanzmentoren aus: 

vom 24.2. - 15.6.2018

Abschlussveranstaltung am 15.6.2018 in der Landesakademie Ottweiler  

 

Unser neues Bildungskonzept:

Culture Clash I Transitionen ©

Dabke (Syrien) trifft Zeitgenössischen Tanz

 

K O N T A K T

Landesarbeits-
gemeinschaft 
Tanz im Saarland e. V.
Mainzer Str. 52
66121 Saarbrücken

T +49 681 94 000 744

 

Künstlerische Leitung:

Seraina Stoffel

info@lag-tanz-saar.de 

 

Organisation + Koordination:

claudia.gutapfel@lag-tanz-saar.de 

 

Bürozeiten:

Mo. 14 – 17 Uhr

Fr. 14 – 18 Uhr 

L A N D E S A R B E I T S G E M E I N S C H A F T T A N Z I M S A A R L A N D E . V .
L A N D E S A R B E I T S G E M E I N S C H A F TT A N Z   I M   S A A R L A N D   E . V .

Culture Clash I Transitionen © 

Dabke (Syrien) trifft Zeitgenössischen Tanz 

Ein interkulturelles Bildungsprojekt für Schulen, Theater und kulturelle Institutionen von Seraina Stoffel

Was ist ein Culture Clash?
Cultur Clash bedeutet Kulturschock – der Zusammenprall von Kulturen. Er entsteht, wenn Menschen aus zwei fremden Kulturen aufeinandertreffen und versuchen gemeinsam das Leben zu gestalten. 


Tanz ist das ideale Mittel zur interkulturellen Kommunikation und Integration. Tänze haben synästhetische, von allen Sinnen hervorgebrachte Wirkungen. Diese spielen für die Bildung von Gemeinschaft eine zentrale Rolle, denn zwischen Menschen, die miteinander tanzen, entsteht eine emotionale und soziale Gemeinsamkeit. 

 

Transitionen
Mit dem Culture Clash I Transitionen © Projekt haben die Teilnehmer*innen und das Publikum die Gelegenheit an der Transition, dem Übergang zweier Tanzkulturen durch Tanzimprovisation teilzuhaben. Durch den Prozess der Transition entwickelt sich eine hybride und damit individuelle und authentische Bewegungssprache.

 

Lecture Performance
Durch ‚Sagen und Zeigen‘ werden auch die Zuschauenden an der Transition, dem Übergang zweier Tanzkulturen durch die Tanzimprovisation teilhaben. Während zwei Improvisationsprozessen wird mit dem Bewegungsmaterial improvisiert - eine hybride und damit neue und individuelle Bewegungssprache kann entstehen. Daraus entwickelt sich eine künstlerische Choreographie, die von den professionellen Beteiligten getanzt wird.
Dazwischen stehen Texte, die die anthropologische Dimensionen von Tanz, Tanzgeschichtliches der beiden Tanzkulturen und den improvisatorischen Ansatz erklären. 

 

Projektbeschreibung
Im Anderen das eigene zu sehen weckt das Interesse am Fremden. Für den Bereich Bildung liegt genau hier die Herausforderung und Chance. Christoph Wulf, der die anthropologische Dimension des Tanzes erforscht, ist sich sicher: „Bildung muss heute mehr denn je als interkulturelle Aufgabe begriffen werden“ (Zitat)

Dieser Herausforderung stellen wir uns mit dem Culture Clash I Transitionen© Programm. 

 

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Zwei Formate:
a) Als pädagogisches Projekt:

Lecture Performance mit Beteiligung der Workshop Teilnehmer*innen in der Transition
Dieses Bildungsprojekt umfasst zwei vorbereitende Workshops und eine öffentliche Lecture Performance. Während der Workshops werden einfache, elementare Tanzschritte der ‚fremden‘ Tanzkultur erlernt. Mit den Mitteln der Tanzimprovisation werden persönliche und kreative, spielerische und experimentelle Lösungen gesucht und als eigene authentische Bewegungssprache weiterentwickelt. So werden Übergänge – Transitionen - auf der tanzkulturellen Ebene in diesem Projekt erlebt. Interessante Ansätze und Weiterentwicklungen aus den beiden Workshops werden zum Abschluss als öffentliche Lecture Performance gezeigt.

 

b) Als künstlerische Präsentation:

Lecture Performance - Transition als Bühnenform
Der Culture Clash I Transitionen © findet als Lecture Performance mit professionellen Tanzkünstler*innen/Tanzpädagoginnen auf einer Theaterbühne statt. Die Improvisationsphasen werden von den Tänzer*innen gestaltet, die die Einverleibung des ’fremden‘ tänzerischen Materials und die Wandlung zu einer eigenen authentischen Bewegungssprache sichtbar machen und sie zu einer Bühnenform weiterentwickeln. 

 

Zielgruppe
Zielgruppe können Tänzer*innen und Tanzpädagoge*innen, Schüler*innen aller Altersgruppen und Schulformen, kulturell und künstlerisch interessierte Menschen, Lehrer*innen, usw. sein. Die Texte werden Zielgruppen und altersgerecht adaptiert.

 

Umfang
Zwei Workshops à drei Stunden oder nach Bedarf
Lecture Performance auf einer öffentlichen Bühne (Programm ca. 90 Minuten, mit abschließender Publikumsbeteiligung) 

 

Culture Clash I Transitionen © Seraina Stoffel, Januar 2018

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Beteiligte
Seraina Stoffel (Master of Advanced Studies TanzKultur der Uni Bern, Dipl. Tanzpädagogin, Tänzerin und Choreografin) leitet die Plattform 3, Zentrum für Tanz und Musik und ist künstlerische Leiterin der Landesarbeitsgemeinschaft Tanz im Saarland e.V. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt auf der Improvisation und der Interaktion mit andern Kunstformen. Seit ihrer Masterarbeit beschäftigt sie sich verstärkt mit der Erforschung von transkulturellen Themen im Tanz und der Frage, wie Tanz als universelle Körpersprache kulturelle und soziale Grenzen durchlässig macht.

 

Mohammad Ali Deeb wurde 1984 in Syrien geboren und wuchs in zweiter Generation in einem Lager für palästinensische Flüchtlinge in Damaskus auf. Nach einem Studium der Fotografie studierte er ab 2004 Tanz an der renommierten Enana Tanzakademie in Damaskus, der führenden Tanzakademie im Nahen Osten. Er gastierte als Tänzer mit Enana in zahlreichen arabischen Ländern und auf großen Kulturfestivals, so in Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nach seinem Studium arbeitete er als Mitglied der Akademie im Auftrag des UNHCR mit Flüchtlingskindern als Choreograf und Tanzlehrer. 2013 flüchtete er vor dem syrischen Bürgerkrieg nach Algerien und wurde Mitglied im Algerischen Nationalballett. Schließlich erreichte er Spanien und arbeitete für die UNHCR mit Kindern in Flüchtlingscamps in Melilla. Seit August 2015 lebt er in Saarbrücken, gastierte in der Westside Story und der Rocky Horror Show am Staatstheater und tanzt in freien Projekten.

 

Carmen Krämer ist Dipl. Tanzpädagogin und langjährige Tänzerin in der Plattform 3. Sie hat bereits in vielen Projekten mitgetanzt, wie z.B. dem Jazzworkout beim Landesverband Jazz im Saarland. Aktuell ist sie im ContiP Netzwerk aktiv und tanzt im Tanzensemble Tipping Point von Barbara J. Lins sowie im Ensemble von Ronit Land.

 

Saskia Bommer ist Freie Künstlerin im Bereich Performance. Sie begann mit 4 Jahren ihre tänzerische Laufbahn in der Rhythmischen Sportgymnastik und tanzte einige Jahre Ballett und Flamenco bei Claudia Kuhn. Seit 2009 tanzt sie in der Plattform 3. Außerdem ist sie  Praktizierende in den Grundlagen des Chladek®-Systems. Saskia Bommer hat sich stetig durch Workshops im Bereich Zeitgenössischer Tanz und Tanzimprovisation weitergebildet (Glaub da Silva, Sylvia Camarda, Laura Aris, Hagit Yakira, Georg Jung etc.). Außerdem hat sie vier Jahre lang Jazz- und Modern Dance beim TV Brebach getanzt und an diversen Wettkämpfen teilgenommen.

 

Claudia Gutapfel, Dipl. Modedesignerin (FH) und Grafikerin, ist für die Administration und Koordination von Veranstaltungen und Workshops in der Plattform 3 zuständig. Sie arbeitet außerdem für die Landesarbeitsgemeinschaft Tanz im Saarland e.V., wo sie ebenfalls Tanzprojekte betreut und Sponsoren akquiriert. Sie tanzt seit vielen Jahren und ist aktive Performerin in mehreren Künstler*innen Kollektiven.

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Das Pilotprojekt
Culture Clash I Transitionen © : Udharata Nätum meets Contemporary Dance

Mit Seraina Stoffel, Dilani Kavishwara und Carmen Krämer

 

Workshops am 12. Dezember und 13. Januar,

Lecture Performance am 21. Januar 2018 in der sparte4